Stephan Matthiesen

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Zeit für Neues: Von der Uni in den Freiberuf

Am 31. Oktober ist mein Arbeitsvertrag an der Universität Edinburgh ausgelaufen und ich werde nun vollständig freiberuflich arbeiten. Seit 2006 hatte ich im Bereich Geowissenschaften an der Universität Edinburgh an verschiedenen Projekten im Bereich der Klimaforschung als wissenschaftlicher Projektmanager gearbeitet, doch gleichzeitig auch freiberuflich naturwissenschaftliche Bücher übersetzt und lektoriert.

Das Forschungsprojekt "Greenhouse Gas Emissions and Feedback Programme", bei dem ich zuletzt Projektmanager war, ist jetzt erfolgreich beendet. Dieses Forschungsprogramm umfasste drei Einzelprojekte, die die am Austausch von Treibhausgasen beteiligten Prozessen in der Atmosphäre, in den Ozeanen und in der terrestrischen Biosphäre untersucht haben, mit insgesamt über hundert Beteiligten an einem guten Dutzend Forschungseinrichtungen in ganz Großbritannien. Ein spannender Aspekt der Arbeit war, die Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus unterschiedlichen Teildisziplinen zu ermöglichen, die traditionell wenig Kontakt haben. Auch Aktivitäten zur Wissenschaftsvermittlung in der Öffentlichkeit waren ein faszinierender Teil der Arbeit.

Insgesamt konnte ich an vier großen Projekten mitwirken: ABACUS (Arctic Biosphere and Atmosphere Coupling at mUltiple Scales, 2006-2010), BORTAS (Quantifying the impact of BOReal forest fires on Tropospheric oxidants over the Atlantic using Aircraft and Satellites, 2009-2014), EarthTemp (Research Network for Surface Temperature, 2011-2015) sowie dem Greenhouse Gas Emissions and Feedback Programme (2013-2017).

Nebenher war ich schon seit langer Zeit als freiberuflicher Übersetzer, Lektor und Autor tätig (siehe dazu auch die Website Science-Texts). Darauf werde ich mich in Zukunft stärker konzentrieren, denn bei jedem neuen Buch, an dem ich mitarbeiten konnte, habe ich viel Interessantes gelernt und neue Erkenntnisse gewonnen, und hoffentlich dazu beigetragen, dass es den Lesern dieser Bücher genauso geht.

Die vielen netten Kollegen und die gute Atmosphäre an der Universität werde ich sehr vermissen. Gleichzeitig freue ich mich aber auch auf neue Herausforderungen und größere Freiheiten, neben der bezahlten Arbeit auch einige persönliche Interessen intensiver weiterverfolgen zu können.

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